
Tornado-Europameisterschaft: Trigonis–Kazantzis führen nach drei Wettfahrten in Campione del Garda
Ein hochklassiger Auftakt zur Tornado-Europameisterschaft bei Univela Campione del Garda: Bei idealen Leichtwindbedingungen wurden drei Wettfahrten abgeschlossen. Die Ora aus Süd wehte mit 6 bis 10 Knoten über flachem Wasser. 22 Crews aus 12 Nationen kämpfen um den kontinentalen Titel.
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Campione del Garda, 2. September 2026 – Heute begann bei Univela Campione del Garda die Tornado-Europameisterschaft mit einem ersten Tag, der von spannenden und technisch anspruchsvollen Wettfahrten geprägt war. Das Regattagebiet bot ideale Bedingungen für die Klasse: eine leichte, aber konstante Ora aus Süd mit 6 bis 10 Knoten und vollkommen flaches Wasser. Dadurch konnte die Wettfahrtleitung drei Wettfahrten durchführen.
Die Flotte vereint 22 Tornado-Crews aus Österreich, Australien, Belgien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Italien, den Niederlanden, San Marino, Spanien und der Schweiz. Das Teilnehmerfeld umfasst einige der führenden internationalen Mehrrumpfsegler sowie mehrere der erfolgreichsten Namen in der Geschichte der Tornado-Klasse.
Nach drei Wettfahrten führen die Griechen Konstantinos Trigonis und Konstantinos Kazantzis (GRE 11) vom Nautical Club of Thessaloniki die vorläufige Gesamtwertung mit 9 Punkten an. Sie erzielten die Einzelplatzierungen 1, 4 und 4. Trigonis gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten des internationalen Tornado-Segelns. Er nahm viermal an den Olympischen Spielen teil, gewann mehrere bedeutende internationale Titel und kann auf eine lange Erfolgsgeschichte in dieser Klasse zurückblicken. Gemeinsam mit Kazantzis gewann er unter anderem die Tornado-Weltmeisterschaften 2021 und 2022.
Nur einen Punkt dahinter liegen die Schweizer Jean-Marc Cuanillon und Michael Gloor (SUI 232) mit 10 Punkten auf dem zweiten Gesamtrang. Ihr sehr konstanter Auftakt umfasste einen zweiten Platz in der ersten Wettfahrt, den Sieg in der zweiten Wettfahrt und einen siebten Platz im letzten Rennen des Tages. Damit bleiben sie weiterhin voll im Rennen um den Europameistertitel.
Den dritten Platz belegen die Deutschen Markus und Nikolas Betz (GER 2), ein Vater-Sohn-Team und amtierende Tornado-Weltmeister 2026. Nach dem neunten Platz in der Auftaktwettfahrt kämpften sie sich mit einem dritten und einem zweiten Platz eindrucksvoll zurück. Mit insgesamt 14 Punkten schlossen sie den Tag ab und schufen eine starke Ausgangsposition für den weiteren Verlauf der Meisterschaft.
Vorläufige Gesamtwertung nach drei Wettfahrten
| Rang | Crew | Nation | Punkte | Einzelplatzierungen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Konstantinos Trigonis / Konstantinos Kazantzis | GRE | 9 | 1-4-4 |
| 2 | Jean-Marc Cuanillon / Michael Gloor | SUI | 10 | 2-1-7 |
| 3 | Markus Betz / Nikolas Betz | GER | 14 | 9-3-2 |
| 4 | Michaela Pavlisova / Marek Pavlis | CZE | 16 | 7-6-3 |
| 5 | Nikolaos Mavros / Polydoros Parianos | GRE | 21 | 11-9-1 |
| 6 | Michael Papadopoulos / Danis Pascalidis | GRE | 23 | 3-8-12 |
| 7 | Mirco Mazzini / Andrea Ciavatta | ITA | 23 | 5-10-8 |
Das beste italienische Team bilden Mirco Mazzini und Andrea Ciavatta (ITA 46, Punto Vela Bellariva Rimini). Sie liegen mit 23 Punkten auf dem siebten Gesamtrang. Edoardo Trerè und Daniele Stargiotti belegen den 13. Platz, während Andrea Trerè und Lukas Kraus auf Rang 15 liegen. Das Team aus San Marino mit Samuele Selva und Matteo Paci befindet sich derzeit auf dem 21. Platz und wird versuchen, sich in den kommenden Wettfahrten weiter zu verbessern.
Die Gesamtwertung bleibt vollkommen offen. Das tschechische Team Michaela Pavlisova und Marek Pavlis, Tornado-Europameister des Jahres 2021, liegt auf dem vierten Platz und nur sieben Punkte hinter der Spitze. Das griechische Team mit Nikolaos Mavros und Polydoros Parianos konnte sich dank des Sieges in der dritten Wettfahrt des Tages in der Rangliste verbessern.
Ein technisch anspruchsvoller Auftakt
Die Leichtwindbedingungen stellten die technischen Anforderungen des Tornado-Segelns eindrucksvoll heraus. Bei flachem Wasser und Wind zwischen 6 und 10 Knoten erwiesen sich präzise Starts, eine kluge taktische Positionierung und die Fähigkeit, bei Winddrehern eine konstante Bootsgeschwindigkeit zu halten, als entscheidend.
Die Meisterschaft steht nun vor einer intensiven Fortsetzung. Trigonis und Kazantzis gehen mit dem Vorteil der vorläufigen Führung und ihrer außergewöhnlichen Erfahrung in die nächste Phase. Cuanillon–Gloor und die amtierenden Weltmeister Betz–Betz haben jedoch bereits gezeigt, dass sie über die notwendige Geschwindigkeit und Konstanz verfügen, um bis zur letzten Wettfahrt um den Titel zu kämpfen.

































